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Meiner Meinung nach sollte man NIN ja irgendwann in seinem Leben mal live gesehen haben. Und das am besten nicht auf irgendeinem Festival! Da ich NIN noch nie auf einer Headline-Tour sehen durfte, habe ich dieses Jahr die Gelegenheit ergriffen und mir über nin.com eine Vorverkaufskarte gesichert. Trent Reznor ist der Meinung, dass die Fans die besten Karten bei Konzerten kriegen und diese nicht bei Ebay landen sollen und deswegen gibt es die Möglichkeit Karten über nin.com zu kaufen. Dort gibt es dann immer Karten der besten Kategorie und wenn es wie in Düsseldorf nur eine Kategorie gibt, so darf man zumindest als erster in die Halle rein. Das funktioniert echt alles sehr unproblematisch und ich hoffe, dass andere Bands auch auf den Zug aufspringen werden.

Also ging es etwas früher los in Richtung Düsseldorf und dort angekommen, machte ich mich erstmal auf die Suche nach dem Ort, wo ich meine Karte bekommen sollte. Die Karten sind personalisiert und können nur mit Personalausweis  abgeholt werden. Das verhindert, dass man diese bei Ebay verkaufen kann. Also Karte geschnappt und direkt an der wartenden Menge vorbei in die Halle 🙂 Blöde Blicke waren dabei inklusive… In der Halle habe ich mich dann erstmal in der zweiten Reihe gemütlich gemacht, da ich keinerlei Lust hatte mich mit den Mädels aus der ersten Reihe zu prügeln 🙂 Da diese allerdings fast alle viel kleiner waren als ich, konnte man das ohne weitere verkraften. Leider stand ein Pärchen neben mir, was die GANZE Wartezeit damit verbracht, darüber zu diskutieren wie schlecht das Mädel doch sieht. Die sind mir sowas von unendlich auf die Eier gegangen. Sie hat echt 2 Stunden gebraucht den großen Kerl vor ihr mal zu fragen, ob sie nicht vor ihn darf. Und ihr Freund hatte nichts besseres zu tun, als über alle Anwesenden zu lästern. WOAHHHHHHHHH… Nach 1,5 Stunden warten ging es dann auch endlich mit Mew los.

Mew

Mew kannte ich vorher nur vom Namen her, aber was die Band auf der Bühne geleistet hat, war echt beeindruckend. Erstmal waren sie extrem laut und ich habe mich geärgert, dass ich wie immer meine Ohrstöpsel im Auto vergessen hab. VERDAMMT! Mew machen sehr entspannende Musik und orientieren sich musikalisch etwa auf der Schiene von Dredg. Der Sänger wirkt sehr introvertiert und man hat Angst, dass er gleich von der Bühne rennt. Die halbe Stunde, die ihnen zur Verfügung stand, haben sie sehr gut ausgenutzt. Ich fand die Band echt interessant, aber werde sie mir privat wohl eher weniger anhören.

Nine Inch Nails

Da Mew wie gesagt nur eine halbe Stunde spielen durften, ging es dann auch schon sehr zügig mit NIN los. Wie man an der Setlist unten sehen kann, haben sie bei dieser Tour versucht viele ungewöhnliche Songs mit rein zu nehmen. Trent will jetzt erstmal ein Pause auf unbestimmte Zeit machen und deswegen hieß die Tour auch “Wave Goodbye”. Die Setlist haben sie während der Tour immer wieder umgebaut und deswegen hat ein Freund von mir in Amsterdam auch sehr viele andere Songs zu sehen bekommen. NIN bestand live diesmal aus Robin Finck, Justin Meldal-Johnsen, Ilan Rubin und natürlich Trent Reznor. Die Show selbst live absolut wie ein Uhrwerk und ich habe selten so eine gute Live Performance erlebt. Licht, Ton und Band waren einfach perfekt aufeinander abgestimmt und das Publikum hat entsprechend energisch reagiert. Allerdings gibt es keine Moshpits oder ähnliches bei NIN Shows und deswegen war es sehr entspannt da vorne in der zweiten Reihe. Wodrüber ich mich allerdings amüsiert habe, waren die Leute um mich herum, die die ganze Zeit nur Fotos und Videos gemacht haben. Vom ersten bis zum letzten Song. Ich könnte die Show so nicht wirklich genießen. Ich schieße ein paar Fotos und mache hier und da ein paar Videos aber die meiste Zeit widme ich wirklich der Band. Und das Pärchen sollte mich auch noch ein bissel nerven… Der Typ hat bei der kleinsten Bewegung des Publikums immer seinen Arsch rausgestreckt, was für mich doch immer recht schmerzhaft war. Aber ich habe ihn dann nach dem dritten Lied aufgefordert das doch bitte sein zu lassen… und er hat sogar gehört! 🙂

Fazit:

Fotos:

 

Setlist:

Home
Terrible lie
Discipline
March of ....
Metal
Reptile
The becoming
Afraid of americans
Burn
Gave up
La mer
The fragile
Non Entity
Gone still
The way out is through
Wish
Mr Selfdestruct
Survivalism
The Hand That Feeds
Head Like A Hole


Echoplex
The good soldier
The Day The World Went Away
Hurt

Puh, war das eine anstrengende Woche jetzt. Leider deswegen auch nicht zum Bloggen gekommen. Aber nun muß ich auch einiges nachholen hier. Fangen wir mal mit einem Konzertbericht an! Letzte Woche Mittwoch habe ich mal einen auf Old School gemacht und bin zu einem Blind Guardian Konzert gegangen. Viele werden jetzt die nase rümpfen, da Blind Guardian wohl eher nicht so jedermanns Fall sind. Mein Musikgeschmack hat sich eigentlich auch schon soweit geändert, dass Blind Guardian da nicht mehr wirklich reinpaßt, aber irgendwie hat bei mir alles mit dieser Band im Alter von 7 oder 8 Jahren angefangen, so dass mein Herz immernoch dran hängt. Also nun mal los mit dem Bericht und wie immer geht es mit der Vorband los.

...weiterlesen "Blind Guardian in der Philipshalle am 13.09.2006"